Samstag, 01.07.2017

Ist Afghanistan für Abgeschobene ungefährlich? - Oberbürgermeister Schramm antwortet den Jusos

Oberbürgermeister Schramm hat den Jusos geantwortet (siehe Bild)

Und hier die offizielle Stellungnahme der Jusos zur Antwort des Kulmbacher Oberbürgermeisters:

Wohlwollend, wenngleich mit positiver Verwunderung, nehmen wir die Antwort von Herrn Schramm auf unseren offenen Brief vom 13. Juni zur Kenntnis.

Da wir als Jusos die Meinung vertreten, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist, setzen wir uns aktiv dafür ein, dass keine Flüchtlinge dorthin abgeschoben werden. Wie Herr Schramm in seiner Antwort mitteilt, kann er natürlich die Sicherheitslage in Afghanistan nicht einschätzen, nimmt aber zur Kenntnis, dass dort deutsche Soldaten stationiert sind. Dass er sich, wie er schreibt, von Anfang an für den Kulmbacher Mitbürger Saheel Smeelkeil eingesetzt hat und deswegen sogar persönlich bei der Regierung interveniert hat, verdeutlicht seinen aktiven Einsatz gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Wir als Jusos Kulmbach finden es gut und unterstützenswert, dass sich der Kulmbacher Oberbürgermeister aktiv gegen Abschiebungen in ein Land, in dem die Sicherheitslage derart unklar ist, einsetzt. Dass dieser bemerkenswerte Einsatz von Herrn Schramm klar gegen die öffentliche Linie seiner Partei und vor allem gegen die Politik von Herrn Herrmann gerichtet ist, zeigt uns noch klarer, dass Herr Schramm in diesem Punkt voll und ganz auf unserer Seite steht. Das gilt es zu begrüßen.

Entgegen aller Differenzen in anderen Fragen wollen wir in diesem Fall dem Oberbürgermeister die Hand reichen und ihm für seinen Einsatz danken.

 

Mit freundlichen Grüßen

Eure Jusos Kulmbach-Lichtenfels