Dienstag, 08.02.2011

SPD Neudrossenfeld: "Bürger sollen mitreden"

Mit Hans Hübner, Harald Würffel und Hermann Würffel (vorne von links) wurden langjährige SPD-Mitglieder geehrt. Unser Bild zeigt weiter (von links) Landtagsabgeordnete Inge Aures, Fraktionsvorsitzende Waltraud Koch, den neuen stellvertretenden Vorsitzenden Thorsten Schirmer und Vorsitzende Michaela Schirmer.

Michaela Schirmer bleibt Vorsitzende der Neudrossenfelder SPD. Sie begrüßt die Ortskernsanierung, warnt aber vor zu hohen Folgekosten.

„Ich bin weiterhin gern Euere Vorsitzende.“ Michaela Schirmer ist gut gelaunt. Soeben hat der SPD-Ortsverein Neudrossenfeld sie bei der Hauptversammlung einstimmig in ihrem Amt im Schützenhaus bestätigt. Seit vier Jahren führt sie mittlerweile die 33 Neudrossenfelder Genossen, hat Freude daran und kann sich auf einen guten Mitarbeiterstamm verlassen. Der Gemeinde- und Kreisrätin steht für die nächsten zwei Jahre Thorsten Schirmer als Stellvertreter zur Seite.

Die Kasse führt weiterhin Uwe Rönn und Schriftführer bleibt Peter Hanusch. Beisitzer sind Hans Hübner, Hermann Würffel, Sabine Schirmer, Waltraud Koch und Karl Meisel an. Bei ihrer künftigen Arbeit setzt Michaela Schirmer auf Bewährtes.

So wird es am 13. März erneut einen Nachmittag für Jung und Alt und im Sommer einen Kindernachmittag im Rahmen des gemeindlichen Ferienprogramms geben. Bei den Neudrossenfelder Europatagen vom 27. bis 29. Mai wird Michaela Schirmer mit ihrem Team dabei sein. Die Vorsitzende wünscht sich Mitspracherecht – nicht nur für sich selbst, sondern für alle Bürger – zum Beispiel bei der Ortskernsanierung der Gemeinde.

Für die SPD sei es kein Problem, das Projekt mit zu tragen, sagt sie. „Der Eigenanteil der Kommune ist überschaubar und die heimische Wirtschaft wird dadurch angekurbelt.“ Es gebe allerdings noch viele offene Fragen. Vor allem die Folgekosten müssten bedacht werden. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Waltraud Koch, bezeichnete den Neubau von Krippe und Mensa als unterstützenswert, kritisierte jedoch die mit der Ganztagsschule verbundenen Mehrkosten, die die Gemeinde mit jährlich rund 20 000 Euro belasten.

Kritische Worte zu den Vorgängen um die Bayern LB fand Landtagsabgeordnete Inge Aures, die dem Untersuchungsausschuss angehört. Die Verschuldung des Landes Bayern sei wegen der „ungeheuerlichen Vorgänge“ von 23 Milliarden Euro auf 33 Milliarden Euro gestiegen. „Die CSU-Vertreter im Verwaltungsrat dieser Bank haben gezeigt, dass sie keineWirtschaftskompetenz besitzen. Sie haben das Kreditinstitut mit Vollgas an dieWand gefahren“.

(Quelle: BR/hw. vom 08. Februar 2011)