Mittwoch, 08.03.2017

Politischer Aschermittwoch in Ludwigschorgast

Markige Sprüche? Nein! Dafür servierte die Ludwigschorgaster SPD beim gutbesuchten Politischen Aschermittwoch im Gasthof Schicker Heringe und Käse, gewürzt mit sachlichen Informationen über lokale Themen.
Eine der großen Herausforderungen, die auf die Kommune zukommt, ist das Abwassersystem, erklärte Vorsitzender und Gemeinderat Tobias Braunersreuther. Der Erhalt der Infrastruktur sei Ludwigschorgast immer wichtig gewesen. Doch vor  Überraschungen sei man nicht gefeit. So müsse der Kanal in der Ortsstraße „Am Bahnhof“ erneuert werden.
„Was noch schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass die Vorschriften im Abwasserbereich verschärft wurden, sagte Braunersreuther. „Da ist voraussichtlich viel Geld zu investieren“. Wie er weiter erläuterte, liefen derzeit die Planungen für die Neugestaltung der Kreuzung an der B 303. Den Umbau, der möglicherweise im nächsten Jahr beginnen werde, nehme aufgrund der Unfallhäufigkeit das Staatliche Bauamt Bayreuth vor.
Dagegen werde heuer die energetische Restsanierung des Schulgebäudes über das kommunale Investitionsprogramm abgeschlossen. Wieder im Gange ist laut Braunersreuther der Glasfaserausbau. Die Deutsche Telekom versorge eigenwirtschaftlich das gesamte Dorf mit schnellem Internet. „Der Tiefbau ist fertig, die Verteilerkästen stehen“, betonte der Vorsitzende. Zum Teil müssten noch Kabel eingezogen werden. Die aufgegrabenen Flächen in Gehsteigen und Straßen würden bald geschlossen. Nach Braunersreuthers Worten braucht die Gemeinde neues Bauland, konnten doch im Vorjahr viele Grundstücke im Gebiet  „Rother Bühl“ veräußert  werden. Gerne würde man die Baulücken im Ort schließen, dazu müssten jedoch die Eigentümer verkaufen.


Vorstellungen und Wünsche der Jugendlichen zu erfahren, halte die SPD-Fraktion für wichtig, so Braunersreuther. Umso erfreulicher sei, dass die Zwölf- bis 18-jährigen zur Teilnahme an der  „Zukunftswerkstatt“ des Kreisjugendrings Kulmbach am 24. März in die Untersteinacher Schulturnhalle eingeladen sind.

Dass es ab Juli eine zentrale Bereitschaftspraxis am Klinikum Kulmbach geben soll, sieht die SPD-Kreistagsfraktion positiv. „Das ist ein Gewinn“, sagte der Stadtsteinacher Bürgermeister Roland Wolfrum in seinen Ausführungen zur Kreispolitik. Damit könne nicht nur die Notaufnahme entlastet, sondern auch die Patientenversorgung verbessert werden.
In der Diskussion stand ein Name im Mittelpunkt: Martin Schulz. Man spürte ein neues Selbstbewusstsein, das der Kanzlerkandidat verbreitet.